Vanadium

Mensch und Tier

Vanadium ist ein weit verbreitetes Element in allen biologischen Systemen. Bei Mensch und Tier wird es besonders in der Leber, in der Niere und in den Knochen eingelagert. Es ist vermutlich lebensnotwendig. Vanadium ist besonders reichlich in Vollkorngetreide, Fleisch und Fisch sowie Milchprodukten enthalten (5 bis 30 µg je kg).

Bei Vanadium-Mangel-Versuchen an Ziegen traten Skelettschäden auf, die zum raschen Tod des Nachwuchses führten. Bei Legehennen verursacht Vanadium-Mangel Fehlentwicklungen bei den Flügeln und am Federkleid. Die täglichen Einnahmen beim Menschen werden in den USA auf 19 bis 60 µg geschätzt.

Funktionen

Das zu den Übergangsmetallen zählende Element hat einen Einfluss auf einige biochemische Prozesse, u.a. den Cholesterol- und Triglycerid-Metabolismus. Vanadium stimuliert die Glucose-Oxidation und die Glykogensynthese, das heißt hat es einen Einfluss auf den Energiestoffwechsel. Außerdem fördert das Element die DNA-Synthese. Vanadium soll die Knochen stärken und die Zähne vor Karies schützen. Bei Diabetes hilft Vanadium, den Glucose-Spiegel im Blut zu regulieren, zeigen Untersuchungen an zwei amerikanischen Universitätskliniken. Zu hohe Vanadium-Werte können Atherosklerose und Kupfermangel hervorrufen.

Pflanze

In frischem Obst und Gemüse ist deutlich weniger Vanadium enthalten. Hohe Gehalte liegen  im Rotklee vor. Sehr hohe Konzentrationen wurden in Braunem Senf gemessen.Vanadium soll auch das Pflanzenwachstum fördern. Es spielt eine positive Rolle bei der Chlorophyll-Synthese und möglicherweise auch auf den Eisenhaushalt.

Düngung

Vanadium kann auch teilweise Molybdän bei der Stickstofffixierung ersetzen. Ausreichende Mengen sind in einigen Rohphosphat-Herkünften enthalten.