Rubidium

Mensch und Tier

Rubidium spielt  in der Medizin eine Rolle. Einerseits sollen speziell Hirntumorzellen mehr Rubidium aufnehmen (zusammen mit Mangan und Zink); andererseits wird dem Alkalimetall ähnlich dem Lithium eine antidepressive Wirkung zugesprochen.

Pflanze und Boden

Rubidium zeigt eine positive Wirkung bei niedrigen Kali- und gleichzeitig hohen P-Gehalten. Bei Gerste wird durch Rubidium die Zahl der Ährchen erhöht; allerdings sind bei gleichzeitig niedrigen P- und K-Gehalten viele Ährchen steril. Rubidium fördert das Wachstum von Zuckerrüben; allerdings nur bei sehr geringen Gaben (1 meq je Liter). Höhere Konzentrationen führen zu einem verringerten Wachstum; dieser Effekte zeigte sich nicht bei gleichzeitig hohen Kalium- und Natrium-Konzentrationen. Wenn es an Kalium fehlt, hilft Rubidium bei der Aminosäure-Synthese; allerdings kann Rubidium das Kalium nicht vollständig ersetzen. Bei Mais führt Rubidium zu einer starken Einkürzung der Wurzeln, aber gleichzeitig zu einer Verdickung der Wurzeln,

Das zu den Alkali-Metallen zählende Element kann Kalium auch bei der Funktion der Natrium-Kalium-Pumpe in der Pflanze ersetzen, aber auch in Bakterien, Algen und Pilzen. Der Begriff steht für ein gleichnamiges Enzym, welches den Transport von Natrium aus der Zelle und den Transport von Kalium in die Zelle verantwortlich ist.

Hohe Rubidium-Werte sind u.a. in Petersilie, Spinat, Rhabarber, Heidelbeeren und Rüben zu finden.