Germanium

Mensch

Germanium wird als Ultra-Spurenelement bezeichnet. Organisches Germanium gilt als therapeutisches Wundermittel. Die korrekte chemische Verbindung heißt Biscarboxyethyl-Germanium-Sesquioxid. Angeboten wird das organische Germanium als Germanium-132. Eine andere organische Germanium-Verbindung ist das Spiro-Germanium.

Anorganisches Germanium ist 1948 als Element für die ersten Halbleiter bekannt geworden. Kurze Zeit später hat der japanische Wissenschaftler Dr. Kuzihiko Asai hohe Germanium-Gehalte in fossilen Pflanzen entdeckt. Dann hat er auch in einigen Heilpflanzen (u.a. Ginseng, Aloe Vera, Shiitake-Pilze, Beinwell) hohe Gehalte entdeckt. In Experimenten mit kranken Menschen fand er heraus, dass Dosierungen zwischen 100 und 300 mg täglich Wirkungen gegen Arthritis, Nahrungsmittelallergien, gestiegene Cholesteringehalte, Candida albicans-Pilzerkrankungen, chronische Virusinfektionen und sogar Krebs haben soll. Damit zusammenhängend ist auch die positive Wirkung auf das Immunsystem und die Förderung des Interferon-Spiegels zu sehen. Die Krebswirkungen konnten aufgrund zu geringer Studien bislang nicht von der Amerikanischen Krebsgesellschaft (ACS) bestätigt werden. In einem Fall wurde aber die Remission bei einer seltenen Form des Lungenkrebses festgestellt.

Außerdem soll organisches Germanium gegen Schmerzen helfen. Weitere Wirkungen werden bei Bluthochdruck und Herzerkrankungen beschrieben, die bei Tierversuchen festgestellt wurden. Organisches Germanium wurde einerseits als toxikologisch intensiv untersucht und als unbedenklich eingestuft. Andererseits wird vor der Einnahme von Germanium-132-Kapseln gewarnt. Die als Tagesdosis empfohlene Menge von 50 mg Germanium kann zu schweren Gesundheitsschäden führen, so das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin, BgVV.

Hingegen wirkt anorganisches Germanium-Dioxid toxisch; das oft angebotene Germanium-Lactat-Citrat kann toxisch wirken und soll Nierenversagen und Leberschäden hervorrufen.

Pflanzen

Bei Sonnenblumen haben Wissenschaftler eine umfangreiche Substitution von Bor durch Germanium beschrieben. Dies spielt besonders bei Plasmamembranschäden, die durch Bormangel verursacht wurden, eine Rolle. Überdies ähneln die chemischen Eigenschaften des Germaniums denen des Siliziums und des Zinns.