Date:Juli 16, 2016

Koppelnutzung beim Mais

Durch intensivere Nutzung der Restpflanze gelingt es beim Mais, die Wertschöpfung deutlich zu erhöhen. Dazu ist es erforderlich, nicht nur die Körner- und die Restpflanzenerträge zu steigern und gleichzeitig eine lange Photosynthese und eine langsame Restpflanzenabreife zu gewährleisten. Das heißt, die Koppelnutzungssorten bleiben grün, wenn die herkömmlichen Sorten schon lange abgereift sind.

Herkömmliche Körnermaissorten sind aufgrund ihrer Restpflanzenbeschaffenheit nur bedingt für die Koppelnutzung geeignet.

Die Koppelnutzung verlangt züchterisch optimierte Maissorten mit hohen Korn- und Restpflanzenerträgen. Die Restpflanzen brauchen hohe Feuchte- und Zuckergehalte, um eine gute Verdichtung und eine ausreichende Milchsäurebildung im Silo zu garantieren.

Koppelnutzungssorten versprechen dem Körnermaisanbauer über die zusätzliche Nutzung des Strohs einen zusätzlichen Gewinn von etwa € 430,- bis
€ 480,- je ha (Bollmann, C., 2014).

Dem Energiemaisanbauer versprechen Koppelnutzungssorten über den separaten Verkauf der wertvolleren Körner zusätzliche Gewinne. Diese Gewinne hängen direkt vom Körnermaispreis ab. Ab € 18,-/dt beginnt sich die Umstellung zu lohnen, ab einem Preis von € 22,- ergeben sich riesige Marktpotenziale für Koppelnutzungssorten (Bollmann, C., 2014).

(Zusammenfassung eines Vortrags von Walter Schmidt, Luisa Pfalsdorf und Heiko C. Becker auf DLG-Feldtagen vom 16.06.2016)