Date:März 29, 2016

Unser täglich Gift…

…macht uns gesund. Das ist die Quintessenz eines Fachbeitrags über die Wirkung der verschiedenen Inhaltsstoffe in Obst und Gemüse. Durch die niedrig dosierten Gifte wird der Körper in einen Stressmodus versetzt und dadurch gegen viele Krankheiten abgehärtet. Die regelmäßige Einnahme von Vitamin A, C und E hilft nicht neurodegenerative Erkrankungen zu verhindern, haben mehrere Langzeitstudien ergeben. Vitamin E erhöht bei Männern sogar das Risiko, an Prostata-Krebs zu erkranken.

Die natürlich in den Pflanzen vorkommenden Giftstoffe dienen der Abwehr von Schaderregern. Beim Menschen setzen sie die Körperzellen unter leichten Stress, ähnlich wie dies bei sportlicher Betätigung oder längerem Fasten geschieht, und dieser Stress erhöht die Widerstandskraft. Das wird als Hormesis bezeichnet.

Die Hormesis wirkt vorbeugend gegen Alzheimer, Parkinson und Hirnschlag so Professor Mark Mattson, einer der weltweit führenden Neurowissenschaftler. Was zuerst als positiver Effekt des Fastens beschrieben wurde, fand sich auch beim Verzehr von Obst und Gemüse wieder. Besonders die bitterstoffreichen Sorten erwiesen sich als gesundheitsfördernd. Bedauerlicherweise haben die Pflanzenzüchter genau das Gegenteil erreicht, indem sie die nützlichen Giftstoffe herausgezüchtet haben, z.B. bei Grapefruit und Brokkoli.

Eine besonders wirksame Substanz ist das Curcumin, das Bestandteil des Currypulvers ist. Es verhindert nicht nur Ablagerungen im Gehirn, die zu Alzheimer führen, sondern hilft auch die Folgen von Hirnschlägen einzudämmen und wirkt gegen Depressionen und Angstzustände. Ähnlich gut sind Knoblauch und scharfer Pfeffer. Noch wirksamer sind die Früchte der Schwarznuss, einer tropischen Blütenpflanze (lat. Juglans nigra). Auch das im Rotwein vorhandene Resveratol übt eine positive Wirkung aus. Einen gezielten Einsatz gegen die Demenz erhofft sich die Medizin von Schneeglöckchen und Märzenbecher. Deren Blütenblätter sind bekannt für die Steigerung der Gedächtnisleistung. Professor Mattson warnt allerdings davor, den Verzehr dieser Heilkräuter ohne gewissenhafte klinische Tests zu empfehlen.

Aus Spektrum der Wissenschaft